Die europäischen Grenzpolitiken enden nicht an den Außengrenzen der EU. Deals mit Staaten in Nord- und Westafrika zielen schon weit südlich der Mittelmeerküste auf repressive Kontrolle von Migration und Flucht – mit verhängnisvollen Folgen für Menschen auf der Flucht. Tausende sterben nicht nur im Mittelmeer oder im Atlantik, sondern auch auf den Routen durch die Sahara. Alarme Phone Sahara (APS) arbeitet in Agadez und im Norden Nigers, um Menschen zu helfen, die auf diesen Routen in Not geraten. Alarmierend sind auch die massenhaften Abschiebungen aus Algerien, das u.a. mit Deutschland und Italien eine Polizeikooperation unterhält: Allein 2025 wurden über 34.000 Menschen unter qualvollen Bedingungen an die nigrische Grenze deportiert und teilweise mitten in der Wüste ausgesetzt.
Die Info-Tour gibt Einblicke in diese Entwicklungen und in die alltägliche Arbeit des Alarme Phone Sahara – von Wüstenrettungen über Unterstützung für Abgeschobene bis hin zur politischen Dokumentation der Folgen europäischer Externalisierungspolitik. Gleichzeitig geht es um Perspektiven transnationaler Solidarität gegen ein Grenzregime, das Menschenrechte systematisch verletzt.
Azizou Chéhou, Koordinator des Alarme Phone Sahara in Agadez, und Moctar Nalossou, Co-Koordinator und Buchhalter des Projekts, berichten aus täglicher Arbeit und diskutieren Entwicklungen der Migrationspolitik im Niger und in der Region.
15.04 | 19:00h Info-Abend in der Brasserie Lorraine, Quartiergasse 17, 3013 Bern
17.04. | 19:00h: Info-Abend im HelloWelcome, Bundesstrasse 13, 6003 Luzern
17.04. | 19:00h: Info-Abend im Schuppen, Mattenstraße 74/76, 4057 Basel
18.04. | 13:00h: Dreiländeraktion für grenzenlose Solidarität, Basel & Weil am Rhein