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Aktionstage

Demo United Against Racism I 05.09.20 I 17.00 Helvetiaplatz Zürich. Bewilligt. Maskenpflicht.

5 Jahre March of hope: We stay united!

In ganz Europa finden vom 02. – 05. September antirassistische Aktionstage statt. Nachfolgend der Aufruf von We‘ll Come United:

Vom 2-4.September lokal dezentral!
Anfang September wollen wir zusammen kommen und gemeinsam Aktionen planen. Wir wollen trotz der Herausforderungen der Pandemie zeigen, dass wir an diesen verschiedenen Fronten für eine solidarische Gesellschaft weiterkämpfen. Ideen gibt es viele: ob Aktionen zivilen Ungehorsams, Veranstaltungen zu Bürger*innenasyl, ein Bestreiken der Ausländerbehörde oder ein regionaler Marsch von Ortschaft zu Ortschaft, von Lager zu Lager, für Bewegungsfreiheit und das Recht zu Bleiben. Ob Demonstrationen und Aktionen, Visualisierungen, Online-Aktivitäten oder Straßentheater – lasst uns zusammen kämpfen für Bewegungsfreiheit, gleiche Rechte und gegen Rassismus!

Zum 5. September
möchten wir uns dezentral auf regionaler Ebene sammeln, um We*ll Come United in diesem Jahr parallel in mehreren Bundesländern oder auch regionalen Zusammenschlüssen zu erleben und unsere Vielfalt und Stärke sichtbar zu machen.

In der Schweiz
ist für den Abschlusstag am 05.09.20 eine gemeinsame Demonstration in Zürich geplant, an der wir als breites Bündnis auftreten wollen. Der Aufruf wird bisher u.a. unterstützt von Alarmphone Schweiz, Seebrücke Schweiz, Evakuieren Jetzt, Solinetz Luzern, Migrant Solidarity Network, Outrage Collectif, RESolut, Bistro Interculturel, Juso Zürich, Solinetz Zürich, Linke PoC, Wir alle sind Bern, Bewegung für den Sozialismus. Bitte schreibt an schweiz@seebruecke.org, wenn ihr mitorganisieren und/ oder als Unterstützer*innen auftreten möchtet.

Einige der bisher geplanten Veranstaltungen zu den Aktionstagen finden sich weiter unten.

Themenschwerpunkte

Genau fünf Jahre nach dem historischen Durchbruch gegen das EU-Grenzregime, wollen wir die Vielfalt der täglichen Kämpfe und die unterstützenden transnationalen Netzwerke aufzeigen. 

In vielfältigen lokalen und regionalen Aktivitäten, in virtuellen Räumen, aber auch – soweit möglich – auf den Strassen und möglicherweise entlang der Flucht- und Migrationsrouten wollen wir protestieren und für Bewegungsfreiheit und Gleichberechtigung demonstrieren.

#leavenoonebehind – No Lager nowhere
Leave no one behind steht nicht nur für die Evakuierung der menschenunwürdigen Transitcamps auf den griechischen Inseln, sondern für die Schließung aller Lager und für ein Ende sozialer Ausgrenzung. Katastrophale Bedingungen in den Lagern, sei es auf den griechischen Inseln oder überall in Deutschland und Europa, machen besonders in Zeiten von Covid 19 erneut deutlich, wessen Leben geschützt oder nicht geschützt werden. Wir fordern die Auflösung der Lager und eine menschenwürdige Unterbringung in Wohnungen. Wir fordern Leave no one behind, keine Lager für Niemand!

#noborders – From the Sea to the Cities
Der Slogan verbindet Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer mit der Forderung nach Aufnahme von Geflüchteten und Migrant*innen in deren Zielstädten. Die in der Seenotrettung Tätigen treffen sich mit Bürgermeister*innen und Gemeinden sowie mit Initiativen von “Seebrücke” und “Solidarity Cities”, um konkrete Korridore der Solidarität zu schaffen.

#keinmenschistillegal – Stop Deportation and Dublin!
Der Widerstand gegen Abschiebungen und die Forderung nach einem Bleiberecht und Papieren für alle sind entscheidende tägliche Kämpfe überall in Europa und darüber hinaus – ob als Bürger*innenasyl, als juristische oder politische Unterstützung oder als Blockade einer Abschiebung. Wir intervenieren mit dem Aufbau alternativer Strukturen, indem wir die Selbstorganisationen von Geflüchteten in Lagern und in den Communities stärken, und gemeinsam mit AktivistInnenengruppen Schutzstrukturen und sichere Räume schaffen, die unserem obersten Ziel der Verhinderung von Abschiebungen dienen.

#migrantifa – gegen Rassismus und rassistische Morde – Entnazifizierung jetzt!
In den letzten Monaten sind vielerorts Migrantifa-Gruppen entstanden, die Antifaschismus mit den Forderungen migrantischer Communities verbinden. Die strukturellen Dimensionen des Rassismus werden in der breiten Öffentlichkeit diskutiert, die Erfahrungen aus Chemnitz, Halle und Hanau verbinden sich mit dem, was wir aus Minneapolis oder Moria wissen: Institutioneller Rassismus ist ein System und prägt unseren Alltag: in Ämtern und Behörden, bei der Polizei, bei der Wohnungssuche und auf der Arbeit. Ausgrenzung schafft dabei die Bedingungen für rassistische Ausbeutung in den Niedriglohnsektoren.
Wir fordern die Entnazifizierung von Ämtern, Behörden und Polizei.

Der komplette Aufruf hier.

Veranstaltungen in Zürich

29.-30.08.20 I ganztags I Parkplatz Zürich
Enough – Aktionstage zu Migrationskämpfen und antirassistischem Widerstand

02.09.20 I 18.30 Uhr I Offener St. Jakob
Podium “Seenotrettung blockiert”

02. – 19.09.20 I Offener St. Jakob
Fotoausstellung von SOS Mediterranee zur Seenotrettung

Veranstaltungen in Bern

05.09.20 I ab 14.00 Uhr I Münsterplatz
Solidaritätslauf für Sans-Papiers 2020

Veranstaltungen in Luzern

26.08.20 I ab 18.00 Uhr I Eisenplatz Luzern
Film: 13th